23.06.2017 | 19:30 | Eisenach, Georgenkirche

Vokalkonzert

NeoBarock, Foto: Karin Engels
Marion Eckstein, Foto: Dirk Schelpmeier

Musik gewordene Reformation

 
PROGRAMM

Christian Hollander (um 1510 – 1568)
»O Welt, ich muss dich lassen«, Choralfantasie für 2 Violinen, 2 Violen und Basso continuo

Christian Geist (um 1650 – 1711)
»Vater unser, der du bist im Himmel« für Gesang, 2 Violinen und Basso continuo

Georg Philipp Telemann (1681 – 1767)
Prélude für 2 Violinen, Viola und Basso continuo aus »Herzlich tut mich verlangen«, Kantate zu Mariae Reinigung (1711) TVWV 1:784

Aria »Sünder ach zerfließt in Tränen« für Gesang, 2 Violinen, Viola und Basso continuo TVWV 10:20

Sinfonie für 2 Violinen und Basso continuo aus »Es woll uns Gott genädig sein«, Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis (1743) TVWV 1:544

Aria »Ich sehne mich nach jenem großen Tage« für Gesang, 2 Violinen und Basso continuo TVWV 1:532/6

Johann Fischer (1646 – 1717)
»Herzlich tut mich verlangen« Choralfantasie für 2 Violinen, 2 Violen und Basso continuo

Christian Ritter (um 1650 – um 1730)
»Das deutsche Vaterunser« für Gesang, 2 Violinen, 2 Violen und Basso continuo

 
MITWIRKENDE

NeoBarock
Marion Eckstein – Mezzosopran
Volker Möller – Violine
Maren Ries – Violine
Dorian Wetzel – Viola
Christiane Veltman – Viola
Ariane Spiegel – Violoncello
Rossella Policardo – Cembalo

 

Das »Vater unser« vertont in deutscher Sprache, wäre das ohne den Reformator Martin Luther überhaupt möglich gewesen? In Luthers Tischreden findet sich die charakteristische Bemerkung: »Die Noten machen den Text lebendig« – umso besser, wenn die Gläubigen den Text dann sogar verstanden, weil er in Deutsch vorgetragen wurde. Die mit der Reformation entstandene neue Theologie des Wortes brachte zugleich eine Theologie der Musik hervor. NeoBarock spielt Vertonungen von Reformationstexten des frühen 16. Jahrhunderts bis zu Telemann. Neben der Sinfonie zu Telemanns Lutherkantate »Es woll uns Gott genädig sein« erklingen 2 Arien von Telemann, die lange als verschollen galten und erst 1992 im Rahmen einer Beutekunstrückführung aus St. Petersburg zurück in den Bestand der Hamburger Universitäts-Bibliothek gelangten. Im Falle der Arie »Sünder ach zerfließt in Tränen« (TVWV 10:20) ist die Autorschaft Telemanns allerdings nicht eindeutig belegbar, sie stammt wahrscheinlich von Carl August Friedrich Westenholz. Für die in Hamburg als Einzelwerk überlieferte Arie »Ich sehne mich nach jenem großen Tage« hingegen findet sich eine Konkordanz in Telemanns Kantate »Es spricht, der solches zeuget«. Die Texte der Arien verfassten der Hauptpastor der Hamburger Jacobikirche Erdmann Neumeister, der als »Streiter für die Reinheit des lutherischen Bekenntnisses« galt, sowie Friedrich, Herzog zu Mecklenburg, Anhänger des Pietismus, einer der wichtigsten Reformbewegungen im Protestantismus. – Volker Möller, NeoBarock

Veranstaltung des Vereins Kammermusik der Wartburgstadt e.V. in Kooperation mit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Eisenach im Rahmen der 18. Eisenacher Telemann-Tage 2017 »Klingende Reformation – Telemann und die Kirchenmusik«

20,-€ freie Platzwahl

ermäßigt 15,- €

Versand
zzgl. 3,- € pro Sendung

Ermäßigung
erhalten Schüler, Jugendliche im Freiwilligendienst, Studierende, ALG-Empfänger, Mitglieder der Vereine KdW e.V. und AMT e.V., Schwerbehinderte und Rentner.

Im Vorverkauf erworbene Eintrittskarten zu ermäßigten Preisen sind nur bei gleichzeitiger Vorlage eines entsprechenden Ermäßigungsnachweises am Einlass zum Veranstaltungsraum gültig.

Kartenvorverkauf


Eintrittskarten für diese Veranstaltung können Sie:
 
• in der Tourist-Information Eisenach am Markt erwerben,
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Der Online-Vorverkauf endet 10 Werktage vor dem Veranstaltungstermin.

 

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